| Hintergrundprojektion zum Salzburger Passionssingen in der großen Aula der Universität Salzburg |
© Prof. Siegwulf Turek |

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Nach einer Idee des 1999 verstorbenen Tobias Reiser gründete Josef Radauer mit dem Ensemble Tobias Reiser 2001 das Salzburger Passionssingen, welches alle zwei Jahre ein neues Thema behandelt. 2007 und 2008 wurde das Stück "Ich Pilatus" von Werner Friedl aufgeführt, welches die Passionsgeschichte aus der Sicht des Pontius Pilatus darstellt. In den Anfangsjahren war die Kollegienkirche ( dem schwer sanierungsbedürftigen Prachtbau von Fischer von Erlach ) der Hauptauführungsort. Hier mußten, wegen den eisigen Temperaturen, Decken für das Publikum ausgegeben werden. Darum entschlossen sich die Verantwortlichen, nach dem sensationellen Erfolg des Tobi Reiser Adventsingens in der Aula, die Passion ebenda aufzuführen. |
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Die Problematik dieses Raumes war von Anfang an allen Beteiligten klar. Die leere Rückwand mit ihren 12m Höhe und 15m Breite ist genau so weiß wie der gesamte Raum. Außerdem besteht keine Möglichkeit etwas von der Decke herab hängen zu lassen. Der Saal steht unter Denkmalschutz und die behördlichen Auflagen sind sehr streng. Mit Prof. Siegwulf Turek wurde der ideale Mitarbeiter und Spezialist gefunden, welcher dieses Problem sofort in den Griff bekam. Er verwandelte die weiße Wand zur idealen Projektionsfläche. Mit zwei PANI BP 2,5 CT Bühnenprojektoren und den handgemalten Glasdias ( 18 X 18 cm ) wurden die unterschiedlichen Spielorte und der neutrale Kirchenraum, welcher immer wieder zwischen den einzelnen Szenen erstrahlt, dargestellt. Mit weichen Übergängen entsteht der Palast des Herodes, der Garten Getsemane, das Haus des Pilatus, in welchem dessen Gattin Procula vom Teufel beeinflußt wird, Golgatha und die Schlußapotheose mit dem Strahlenkreuz. ![]() Der große Zuspruch des Publikums ist der Dank für die mutige Entscheidung, diesen fast nicht bespielbaren Raum, welcher als Konzertsaal konzipiert ist, auch als Aufführungsort von szenischen Produktionen zu nutzen. |